Hab ich gerade richtig gehört und sie hat "Pixel-Klumpen" gesagt? Ich starre sie an und bemerke gerade noch im letzten Moment, in dem die Starrerei nicht peinlich ist, dass ich schnell wieder meinen wahrscheinlich leicht dümmlichen Blick von ihren Lippen lösen sollte. Ich schlucke, mein Mund ist ganz trocken. Doch, sie hat "Pixel-Klumpen" gesagt, ich bin mir ganz sicher. Sehr sicher. Vielleicht zu... 65%. Oder so. Ich seufze innerlich, mein Verstand hängt größtenteils immer noch an der Überlegung fest, ob es heute nicht die falsche Entscheidung war, die Bürobluse langärmelig zu tragen. Bei ungefähr 35 Grad Außentemperatur muss doch das innovativste und aluminiumfreiste Deo versagen! Oder? ODER?!
Ich kann dem Drang gerade noch widerstehen, den linken Arm zu heben, um eine Kurzkontrolle in Richtung Achsel zu unternehmen.
Konzentrier dich, sie redet mit dir. Sie redet und redet, Preislisten hoch, Formate wieder runter, als würde sie Klavier mit den Buchstaben und Zahlen spielen und sie zu attraktiven Angebotsmelodien vertonen.
Ich schaffe es, mich zu räuspern, streiche schwitzig eine Haarsträhne hinters Ohr und lausche wieder unkonzentriert ihren Worten.
PIXEL-KLUMPEN?!
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Dienstag, 19. Juli 2016
Pixel-Klumpen
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Mittwoch, 2. März 2016
Es tut mir leid, Pocahontas
Es tut mir leid, Pocahontas!, dudelt von meinem Smartphone, ich gröhle den Text von AnnenMayKantereits Indiemusik mit. Habe direkt ein Bild vor Augen, die Indianerin Pocahontas, die von einem weißen Amerikaner aus ihrem Stamm "errettet" wird und in eine für sie völlig neue Welt eintaucht.
Irgendwie stimmt das Bild-Bedeutungsverhältnis hier für meine Begriffe nicht, doch ich gröhle, mal mehr in Gedanken, mal lautstark:
"Es tut mir leid, Pocahontas, ich hoffe, du weißt das!"
Natürlich sorgt das Orchester in meinem Kopf für die richtige Begleitmusik, sprich: die Melodie des Singer/Songwriters dudelt akkurat in meinem gedanklichen CD-Player.
Noch immer stimmt das Bild der Pocahontas nicht, in meiner Vorstellung sind ihre Haare eher kurz. Statt dunkelsattbraun rötlich-brünett und ihr Gesicht hat keine mandelförmigen Augen. Stattdessen tiefblaue Eisseen, die zwar ins Wasser locken mit ihrer Schönheit, doch Verführte zu Gefallenen machen, die, noch ehe sie ertrinken konnten, erfroren sind.
Keine Frage, sie ist hübsch, gestehe ich meiner Pocahontas zu, ein wenig muss ich sogar nicken.
Eher burschikos, keine Wilde, die amazonenlike in Röckchen und mit Tieren redend durch Wälder rennt. Sie hetzt vielmehr der modernen Gesellschaft hinterher und artikuliert ihre Meinung eher in den Social Media statt sich mit Großmutter Weide auszutauschen. Ein Verlust, wie ich etwas bedauernd feststelle.
"Es tut mir Leid, Pocahontas, ich hoffe du weißt das. Tut mir so leid, Pocahontas."
Mein Körper wippt Text und Melodie mit, während in meinem Kopf Pocahontas ihr rötlich-brünettes Wuschelhaar lässig zur Seite streicht.
Es tut mir leid, Pocahontas!
Irgendwie stimmt das Bild-Bedeutungsverhältnis hier für meine Begriffe nicht, doch ich gröhle, mal mehr in Gedanken, mal lautstark:
"Es tut mir leid, Pocahontas, ich hoffe, du weißt das!"
Natürlich sorgt das Orchester in meinem Kopf für die richtige Begleitmusik, sprich: die Melodie des Singer/Songwriters dudelt akkurat in meinem gedanklichen CD-Player.
Noch immer stimmt das Bild der Pocahontas nicht, in meiner Vorstellung sind ihre Haare eher kurz. Statt dunkelsattbraun rötlich-brünett und ihr Gesicht hat keine mandelförmigen Augen. Stattdessen tiefblaue Eisseen, die zwar ins Wasser locken mit ihrer Schönheit, doch Verführte zu Gefallenen machen, die, noch ehe sie ertrinken konnten, erfroren sind.
Keine Frage, sie ist hübsch, gestehe ich meiner Pocahontas zu, ein wenig muss ich sogar nicken.
Eher burschikos, keine Wilde, die amazonenlike in Röckchen und mit Tieren redend durch Wälder rennt. Sie hetzt vielmehr der modernen Gesellschaft hinterher und artikuliert ihre Meinung eher in den Social Media statt sich mit Großmutter Weide auszutauschen. Ein Verlust, wie ich etwas bedauernd feststelle.
"Es tut mir Leid, Pocahontas, ich hoffe du weißt das. Tut mir so leid, Pocahontas."
Mein Körper wippt Text und Melodie mit, während in meinem Kopf Pocahontas ihr rötlich-brünettes Wuschelhaar lässig zur Seite streicht.
Es tut mir leid, Pocahontas!
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