Eiskristalle hängen wie Kronleuchter in der Luft,
wenn man genau hinsieht,
kann man erkennen, wie sie schillern.
Hart wie Diamanten und doch
zart wie Federn schwingen sie
zur Erde,
tonleise, fast heimlich.
Beim Einatmen brennen sie in Nasen-
und Lungenflügeln,
sie kitzeln im Haar und manchmal, wenn man ganz
genau hinhört,
kann man den ein oder anderen
Menschen über sie schmunzeln hören.
Eiskristalle,
sie glitzern so endlos wundervoll
im Sonnenlicht,
wenn sie haltlos zur Erde fallen,
wo ihnen ihr grauses Schicksal bevorsteht.
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Montag, 9. Januar 2017
Mittwoch, 15. Juni 2016
Stern-Regen
Zart wie Schneeflocken scheinen sie über den Gartenweg gestreut, Cremeweiß mit gelben Staubfäden. Filigran und zerbrechlich zieren sie Rasen und Fliesen, setzen sie sich in den bemoosten Fugen fest.
Sterne, geregnet aus abermillionen Wolken in diesem Frühjahr säumen den Weg unter den Schutz der Laube. Dampfig steigt Regendunst aus der Wiese, Würmer tummeln sich emsig, häufen Erdmassen auf Grashalme. Matsch drückt sich in Hundepfoten, nassnasig schnuppern Vierbeiner an einer Schnecke - blitzlangsam zieht sie ihre Fühler ein, schrumpft zu einem Häuflein Rostrot zusammen.
Die Windböen duften frisch nach Winter, Meeresrauschen und einem Hauch Sommer, verrückt.
Wenn es im Frühsommer weiße Sterne regnet, hört die Welt einen Moment auf, sich zu drehen.
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